Mobile öffentliche Entsorgung Der Wasserverband Märkische Schweiz betreibt in seinem Verbandsgebiet neben der zentralen kanalgebundenen Schmutzwasserentsorgung die mobile öffentliche Fäkalwasserentsorgung. Die Definition Fäkalwasser als eine Form von anfallendem Abwasser besagt, dass es sich um Abwasser handelt, welches aus vorhandenen abflusslosen Sammelgruben abgepumpt und per Fäkalwasserfahrzeug zur Kläranlage abtransportiert wird. Der Wasserverband Märkische Schweiz zeichnet verantwortlich für die mobile öffentliche Fäkalwasserentsorgung von 34,6 % seiner zu entsorgenden Einwohner im Verbandsgebiet. Seit 1997 ist die Fäkalwasserentsorgung im Verbandsgebiet in 4 Einzugsgebiete unterteilt. Je Entsorgungsgebiet zeichnet ein vom Wasserverband Märkische Schweiz beauftragtes Fäkalentsorgungsunternehmen für die Fäkalwasserabfuhr verantwortlich. Die Fäkalwasserabfuhr der abflusslosen Sammelgruben erfolgt durch das Fäkalabfuhrunternehmen zumeist über einen Ansaugstutzen an einem jederzeit zugänglichen Ort außerhalb des Kundengrundstückes. Die Entleerungshäufigkeit der abflusslosen Sammelgruben regelt sich entweder über die Grubengröße (Füllstand) oder über den Turnusabfuhrbetrieb des zuständigen Abfuhrunternehmens. Das aus den abflusslosen Sammelgruben gepumpte Fäkalwasser wird mittels Fäkalwasserfahrzeug in die je Einzugsgebiet zugewiesene/n Fäkalieneinlassstelle/n eingeleitet. Der Standort der 5 vorhandenen Fäkalieneinlassstationen wurde so ausgewählt, dass eine Minimierung des Fahraufwandes beim Fäkalentsorgungsunternehmen erreicht wird. Die Fäkalieneinlassstellen pumpen das eingeleitete Fäkalwasser in das Überleitungsnetz des Wasserverbandes Märkische Schweiz zur Kläranlage Märkische Schweiz, auf welcher die abschließende Behandlung vorgenommen wird. Die jährliche Fäkalwassermenge aus der mobilen öffentlichen Fäkalwasserentsorgung im Einzugsgebiet des Wasserverbandes Märkische Schweiz betrug 2009 152.500 m³.
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