Kooperationsmodell


Beschreibung

Das Kooperationsmodell bildet eine Kompromissform zwischen dem Betreibermodell und anderen nicht-privatwirtschaftlichen Lösungen. Es beteiligt private Minderheitsgesellschafter am Anlageneigentum und vergibt den laufenden Anlagenbetrieb an private Betreiber, wodurch die mehrheitliche Beteiligung der Kommune am Anlageneigentum gesichert ist und gleichzeitig die unternehmerische Dispositionsfreiheit und den Wettbewerb bis hin zur Anlagenkonzeption ermöglicht.

Die Grundüberlegung im Kooperationsmodell ist es, der Gemeinde über die Mehrheitsbeteiligung an der Kooperationsgesellschaft eine kontinuierliche Einflussnahme zu sichern. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn eine Leistung zu vergeben ist, die nicht eindeutig definiert werden kann. Während z. B. beim Kläranlagenbetrieb eine klare Schnittstelle zwischen Kanal und einer privat geführten Kläranlage definiert werden kann, ist die Leistung bei Kanalinvestitionen und beim Kanalbetrieb nicht eindeutig abgrenzbar.

Dies liegt darin begründet, dass über den Zustand der Kanalisation in der Regel nur unvollständige Informationen bestehen und deshalb eine fest umschriebene Leistung gemäß einer VOL-Ausschreibung meist nicht vergeben werden kann.

Während Kommune und privater Gesellschafter zusammen die Eigentums-GmbH halten, soll im Kooperationsmodell die Betriebsführung an eine spezialisierte Firma aufgrund eines Betriebsführungsvertrages übertragen werden. Als Einzelkriterien für das Kooperationsmodell lassen sich anführen:

  • kommunale Einflussmöglichkeit bleibt erhalten,
  • privatwirtschaftliche Managementmethoden und Anreizsysteme sowie problemlos realisierbare Verbundvorteile eröffnen im laufenden Betrieb die Möglichkeit höherer Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger Erfüllung vorgegebener ökologischer Standards,
  • Querverbund mit anderen Medienträgern ist möglich und führt zu Größenvorteilen bei der Anlagenerstellung und damit zur Kapitalkostendegression,
  • Liquiditätsvorteile in der Phase der Investitionsrealisierung, insbesondere aus der Möglichkeit des Vorsteuerabzuges im Abwasserbereich,
  • Möglichkeiten der Einbeziehung privatwirtschaftlicher Finanzierungsalternativen bei der Investitionsfinanzierung

Aufbau und Aufgabenverteilung

Aufgaben:

  • Kaufmännische u. technische Geschäftsführung
  • Gesamtfinanzierung und -planung
  • Investitionsvorbereitung und -abrechnung
  • Controlling
  • Verbrauchsabrechnung Trink- (Frisch-) und Schmutzwasser, Fäkalien und Fäkalschlämme
  • Anschlusswesen
  • Mahnwesen, Inkasso
  • Engineering
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Liegenschaften

Aufgaben:

  • Betriebsführung Trink- und Schmutzwasser
  • Baukoordinierung
  • Örtliche Bauleitung
  • Planung und Entwurf
  • Erstellung von Wasser- und Abwasserhausanschlüssen
  • Havariedienst

Subunternehmer

Die WAMS mbH verfügt über 9 Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis. Der Betriebsführer WTE Betriebsgesellschaft mbH Hecklingen beschäftigt in der Niederlassung Buckow derzeit 1 Niederlassungsleiter, 1 Technischen Leiter,  6 Mitarbeiter im Schmutzwasserbereich und 7 Mitarbeiter im Wasserversorgungsbereich.

Organisation Wasserverband Märkische Schweiz

Zusammensetzung der Verbandsversammlung:

Die Verbandsversammlung besteht aus den gewählten Vertretern der Verbandsmitglieder, aus zur Zeit 2 Städten und 10 Gemeinden. Jedes Verbandsmitglied hat je angefangene 500 Einwohner eine Stimme. Die Mitglieder der Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher sind ehrenamtlich tätig.

Ehrenamtlicher Verbandsvorsteher:
Herr Michael Böttcher

Ehrenamtliche stellvertretende Verbandsvorsteherin:
Frau Dr. Grit Brinkmann

Ehrenamtlicher Vorsitzender der Verbandsversammlung:
Herr Marco Böttche

Ehrenamtliche stellvertretende Vorsitzende der Verbandsversammlung:
Frau Dr. Uta Barkusky

Organisation Wasser- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Märkische Schweiz mbH

Verwaltung und Investitionsvorbereitung im Auftrag des Wasserverband Märkische Schweiz

Gesellschafterversammlung:
Verbandsvorsteher Wasserverband Märkische Schweiz
Herr Knust WTE Betriebsgesellschaft mbH Hecklingen

Geschäftsleitung:
Herr Ingmar Butschke
Herr Volker Puhlmann

Kasse, Buchhaltung:
Frau Gudrun Opitz

Sachgebiet Verbrauchsabrechnung, Anschlusswesen und Liegenschaften:
Herr Mario Muckle, Herr Peter Olesch, Frau Jacqueline Herold,
Frau Diana Alter, Herr Olaf Müller

Organisation WTE Betriebsgesellschaft mbH

Betriebsführung im Auftrag der Wasser- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Märkische Schweiz mbH

Niederlassungsleiter:
Herr Volker Puhlmann

Netzmeister:
Herr Jürgen Butschke

Klärmeister:
Herr Norbert Giebel